Essstörungen

Essen ist längst viel mehr als nur eine Sache der Lebenserhaltung.
Hinter der Art und Weise wie mit Essen umgegangen wird, liegt oft eine Strategie, um mit dem Leben und seinen Anforderungen und Problemen im Moment besser klar kommen zu können. Wenn das Essverhalten maßgeblich zur Problembewältigung dient, kann man von einer Essstörung sprechen. Die

Ursachen für Essstörungen sind oft ähnlich. Dazu zählen u.a.

  • Anhaltende Überforderung und Stress
  • Erlebte Grenzüberschreitungen bis hin zu (sexualisierter) Gewalt
  • Probleme, über die man nicht sprechen darf oder anhaltende Konflikte
  • Ein Gefühl des "Nicht-Richtig-Seins"

Da jede Essstörung viel Raum einnimmt und zunehmend das gesamte Handeln und Denken bestimmt, führt sie zu einer massiven Einschränkung der individuellen Lebensqualität. Frauenberatungsstellen bieten Frauen und Mädchen mit Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) oder Esssucht (Binge Eating / Adipositas) Einzelberatung, therapeutisch begleitete Gruppen und/oder Selbsthilfegruppen an.

Das Symptom "Essstörung" wird dabei auf dem Hintergrund der bestehenden geschlechtsspezifischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gesehen und anerkannt.