Frauennotrufe

Was sind Frauennotrufe?

Die Frauennotrufe sind Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt. Sie beraten bei allen Formen sexualisierter Gewalt, d.h. bei Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung, bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit, sexuellem Missbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen, sexueller Belästigung im Alltag oder am Arbeitsplatz. Viele Frauennotrufe beraten auch bei Gewalt in Paarbeziehungen und Stalking.

Informieren Sie sich auch in unserer Broschüre Vergewaltigung [PDF Download]

Darüber hinaus engagieren sich die Frauennotrufe, um sexualisierter Gewalt vorzubeugen.

Wie helfen Frauennotrufe?

Sie helfen Frauen und Mädchen ab 16 Jahren* und deren UnterstützerInnen mit:

  • telefonischer und persönlicher Beratung, E-Mailberatung, kurzfristiger Unterstützung in akuten Krisen (Rückruf erfolgt innerhalb von 24 Stunden)
  • langfristige Beratung zur Bewältigung der Gewaltfolgen
  • Informationen über Anzeigeerstattung, Strafverfahren sowie über juristische und nicht juristische Schutzmaßnahmen
  • Informationen über spezielle Beratungs- und Therapiemöglichkeiten, Kliniken und Selbsthilfeangebote
  • Informationen zum Opferentschädigungsgesetz und über andere soziale Hilfen
  • Begleitung z.B. zur ÄrztIn, zur Polizei, zur AnwältIn, zum Gerichtsprozess
  • Vermittlung von wichtigen Adressen, z.B. von erfahrenen ÄrztInnen; RechtsanwältInnen und TherapeutInnen
  • Selbsthilfe- und Gesprächsgruppen
  • Kursen zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung
  • Herausgabe von umfangreichem Informationsmaterial

Für Fachpersonen werden neben der fachlichen Beratung auch Fortbildungen, Interventionsplanungen sowie verschiedene Projekte im schulischen und außerschulischen Bereich angeboten.

Die Beratung ist kostenfrei und vertraulich. Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Nichts geschieht gegen den Willen der Beratungssuchenden Jede kann sich an den Frauennotruf wenden, egal wie lange die Gewalterfahrung zurückliegt und unabhängig davon, ob eine Anzeige erstattet wurde oder nicht. Jede Ratsuchende entscheidet selbst, ob oder wann sie über die erlebte Gewalt sprechen möchte. Genaue Schilderungen der Tat sind für eine hilfreiche Beratung keine Voraussetzung.

Beratungsgespräche sind auch mit Dolmetscherinnen möglich.
Eine Begleitung durch eine Vertrauensperson ist willkommen.

Die Mitarbeiterinnen sind ausgebildete Sozialpädagoginnen, Pädagoginnen oder Psychologinnen mit psychotraumatologischen Zusatzqualifikationen.

Je nach Größe der Beratungsstelle und Einzugsbereich variiert auch der Umfang der Beratungs-, Gruppen- und Präventionsangebote der Frauennotrufe.

*In einigen Frauennotrufen werden Mädchen bereits ab 14 Jahren beraten.