Aktuelles

Andreas-Gayk-Medaille für Ursula Schele

Die Stadt Kiel hat die LFSH-Vorstandsfrau Ursula Schele mit der Andreas-Gayk-Medaille ausgezeichnet. Mit der Verleihung der Medaille würdigt die Stadt Kielerinnen und Kieler, die sich außergewöhnliche Verdienste um das Ansehen und das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger erworben haben. Ursula Schele ist Leiterin des Präventionsprojektes PETZE, welches in Trägerschaft des Frauennotrufs Kiel steht. 

Jubiläum Frauenberatung und Notruf Nordfriesland

In diesem Jahr wird  die Beratungsstelle Frauenberatung & Notruf Nordfriesland in Trägerschaft der „Unabhängigen Frauengruppe Husum e.V. ihr 30-jähriges Jubiläum begehen.

Wir blicken zurück auf 30 Jahre Information, Beratung und Begleitung von Frauen,  UnterstützerInnen und Fachkräften.

Unser Jubiläumsjahr möchten wir nutzen, um zu informieren, fortzubilden, zu diskutieren, Anregungen zu geben, Stellung zu beziehen, und mit Ihnen zu feiern.

Pressemitteilung: Projekt „Suse“ hilft online gegen Gewalt an behinderten Frauen und Mädchen

Berlin, 3. August 2015

Frauen und Mädchen mit Behinderungen sind überdurchschnittlich stark von Gewalt betroffen. Die neue Online-Plattform www.suse-hilft.de informiert bundesweit über Hilfen und Anlaufstellen.

Etwa jede zweite Frau mit Behinderung erlebt in ihrem Leben sexualisierte Gewalt. Fast doppelt so häufig wie Nichtbehinderte erfahren behinderte Frauen körperliche und psychische Gewalt.  Das hat eine Studie des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahr 2012 ergeben. Gewaltbetroffene Frauen mit Behinderungen sollen über ihre Rechte Bescheid wissen und Hilfe bekommen - das ist das Ziel des Projekts „Suse – sicher und selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderungen stärken“.

Pressemitteilung: Qualität als oberstes Gebot

Schlichtungsstelle des bff nimmt ihre Arbeit auf

Kiel, 16.06.015

Im Juni 2015 hat die neue Schlichtungsstelle des bff (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe) ihre Arbeit aufgenommen. Bei Konflikten im Team oder in der Einrichtung haben die Nutzer/innen der Beratungsstellen im Dachverband bff und auch Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen von bff-Mitgliedsorganisationen die Möglichkeit, die Schlichtungsstelle zu kontaktieren.

Pressemitteilung: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Frauen und Mädchen haben das Recht auf ein Leben ohne Gewalt auch das Sexualstrafrecht muss dies anerkennen

Kiel, 25.11.2014

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen begrüßt der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein die jüngsten Entwicklungen im Justizministerium im Hinblick auf das Sexualstrafrecht. Die von Bundesjustizminister Heiko Maas angekündigte Reform des sogenannten Vergewaltigungsparagraphen - §177 StGB ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Verbesserung der Rechtslage von betroffenen Frauen. In der bisher geltenden Fassung reicht es für eine Strafbarkeit nicht aus, wenn Betroffene ihre Ablehnung mit einem ausdrücklichen „Nein“ oder durch Weinen deutlich machen. Die Schutzlücken im Sexualstrafrecht sind gravierend. Weder Überraschungsangriffe sind bislang ausreichend erfasst noch Fälle, in denen die Betroffenen sich nicht körperlich zur Wehr setzen, z.B. weil sie in einer Schocksituation sind.

Pressemitteilung: „Was Ihnen widerfahren ist, ist in Deutschland nicht strafbar“

Fallanalyse zu Schutzlücken im Sexualstrafrecht veröffentlicht

Kiel, 29.07.2014

Gerade mal 8 % der angezeigten Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung werden in Deutschland verurteilt. Die meisten Verfahren werden bereits von der Staatsanwaltschaft eingestellt, bevor es überhaupt zu einer Anklage kommt. Der Grund dafür liegt im deutschen Sexualstrafrecht, in dem viele der typischen Situationen, in denen sexuelle Übergriffe stattfinden, von der Justiz nicht als schutzlose Lage angesehen werden und somit keine wirksame Strafverfolgung möglich ist. Strafbar ist eine sexuelle Handlung nur dann, wenn entweder Gewalt angewendet wird, mit Gewalt gedroht wird oder eine so genannte schutzlose Lage ausgenutzt wird, ein deutliches „Nein“ reicht nicht aus.

Pressemitteilung: Europaweite Studie zeigt massive Gewaltbetroffenheit von Frauen

Berlin, 05.03.2014

‚Die Ergebnisse dieser Erhebung können und dürfen nicht ignoriert werden‘ (Morten Kjaerum, Direktor der Europäischen Grundrechteagentur)

Am 05.03. 2014 veröffentlichte die Europäischen Grundrechteagentur (FRA) die Ergebnisse ihrer europaweiten repräsentative Studie zum Thema Gewalt gegen Frauen. Über 42.000 Frauen wurden zu ihren Erfahrungen mit physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt befragt. Das erste Mal stehen damit EU weit vergleichbare und repräsentative Daten zur Verfügung.

Presseerklärung: Zum 103. Internationalen Frauentag am 08.03.2014

Kiel, 08.03.2014

Gewalt ist allgegenwärtig

Der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH), Dachverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in Schleswig Holstein, sieht auch nach 103 Jahren internationalem Frauentag dringenden Handlungsbedarf im Bereich sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Über 10.000 betroffene Frauen haben im Jahr 2012 landesweit die Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Notrufe aufgesucht, um sich Hilfe bei den professionellen Fachberaterinnen zu holen. Sexueller Missbrauch in der Kindheit, häusliche Gewalt und Vergewaltigung sind die häufigsten Themen, aber auch Stalking und Übergriffe nach dem Einsatz von sogenannten K.O.-Tropfen sind schwerwiegende Themen in den Beratungsgesprächen. „Eine Zunahme verzeichnen wir auch im Bereich Gewalt in den neuen Medien, dem sogenannten Cybermobbing, von dem insbesondere junge Frauen betroffen sind“, sagt Angela Hartmann, Landeskoordinatorin des LFSH.


v. l. n. r. Jessica Haas (Sprecherin LFSH), Angela Hartmann (Landeskoordinatorin LFSH), Jutta Neubauer (Sprecherin LFSH), Angelika Volquartz (Kuratorin), Dagmar Greiß (Vorstand LFSH)

Pressemitteilung: One Billion Rising für Gerechtigkeit 2014

Kiel, 14.Februar 2014

One Billion Rising für Gerechtigkeit 2014 – eine Milliarde erhebt sich gegen Gewalt an Frauen

Am 14. Februar werden an zahlreichen Orten in Deutschland und auf der ganzen Welt Frauen für ihre Rechte in den Straßen tanzen. 2013 fand die internationale Kampagne „One Billion Rising“ zum ersten Mal statt und stellt seitdem eine massenwirksame Plattform dar. An unzähligen Orten erheben sich weltweit Menschen und machen deutlich: Frauen und Mädchen haben das Recht auf ein gewaltfreies Leben. Der Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto Gerechtigkeit – „Rising for Justice“.

Pressemitteilung: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Kiel, 25.November 2013

Kein Tag ohne Gewalt gegen Frauen

Es passiert weltweit jeden Tag und auch überall in Schleswig-Holstein: Gewalt gegen Frauen. 11 Frauen werden im nördlichsten Bundesland täglich Opfer von sexualisierter Gewalt - jeden Tag gibt es mehr als sieben Fälle häuslicher Gewalt.

Die Zahlen zur Gewalt gegen Frauen in Schleswig-Holstein stagnieren auf einem hohen Niveau, so die Auswertung der Jahresstatistiken der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser. Knapp 10.000 betroffene Frauen haben sich im vergangen Jahr an eine Beratungsstelle oder einen Frauennotruf gewandt. Mehr als 2.500 mal musste die Polizei bei häuslicher Gewalt einschreiten. Jährlich finden ca. 1.100 Frauen und ihre Kinder in Frauenhäusern und Zufluchtswohnungen Schutz und Unterstützung.