Presseerklärung

Zum 4. Opferschutzbericht der Landesregierung anlässlich der Befassung im Landtag am 24.2. 2017

Schleswig-Holstein soll Vorreiter im Opferschutz bleiben

Der Frauennotruf Kiel und der Landesverband LFSH (Landesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in Schleswig-Holstein) begrüßen ausdrücklich, dass der vorgelegte Opferschutzbericht die Belange der Betroffenen von sexuellem Missbrauch, häuslicher und sexueller Gewalt ausführlich darstellt und würdigt. Schleswig-Holstein hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten, immer wieder Opferschutzmaßnahmen initiiert, entwickelt und erprobt, die mittlerweile Bundesgesetz und gängige Praxis geworden sind.

Andrea Langmaack vom Frauennotruf Kiel betont: „ Seit 20 Jahren leisten wir Zeugenbegleitung im Strafverfahren. Nun ist es endlich im Strafprozeßrecht verankert und wir alle hoffen, dass die guten und bewährten Standards beibehalten werden. Für unsere Klientinnen ist es enorm wichtig, dass sie nicht alleine gelassen werden.“

Ursula Schele, Geschäftsführerin der PETZE und im Ehrenamt Vorsitzende des LFSH erklärt: „Information, Beratung, Begleitung und Prävention sind wichtige Bausteine unserer Arbeit. Mit einem flächendecken, stabil ausgebauten Netz professioneller Hilfe sorgt das Land Schleswig-Holstein dafür, dass schwer traumatisierte Menschen wieder gut ins Leben zurückfinden können. Im Idealfall soll durch frühzeitige Prävention Gewalt und Missbrauch beendet werden oder erst gar nicht entstehen. Nun muss sich die Landesregierung weiter dafür stark machen, dass der Opferschutz weiter ausgebaut wird und dass das OEG (Opferentschädigungsgesetz) endlich grundlegend reformiert wird. Es wäre echt toll, wenn dazu aus Schleswig-Holstein wieder so starke Impulse kommen würden wie bei der letztjährigen Kampagne zum §177 StGB ‚NEIN heißt NEIN‘.“

V.i.S.d.P.: Ursula Schele, Petze Institut für Gewaltprävention , Dänische Str. 3-5; 24103 Kiel;      0431 – 91185 ursula.schele@petze-kiel.de; www.petze-kiel.de

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